Vortrag Universitätsgesellschaft

Datum: 

Mittwoch, 24. Januar 2018 - 19:30

Umsiedlung, Flucht, Vertreibung, Genozid im historischen Vergleich von 1914 bis zur Gegenwart

Vortrag der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Sektion Meldorf von Prof. Dr. Dr. Manfred Hanisch am Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 19:30 Uhr in der Meldorfer Gelehrtenschule.

Eintritt für Nichtmitglieder: 5 €, Schüler und Studenten haben freien Eintritt.

Heute haben wir Schätzungen zufole ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Der Vortrag will einen Überblick geben über die - aus europäischer Sicht - wichtigsten Vorgänge im 20. Jahrhunderts und die damit verbundenen Kontroversen:

- Der Völkermord an den Armeniern während des 1. Weltkrieges, der vom Bundesatag anerkannt und von der Türkei bis heute vehement bestritten wird.

- Die Umsiedlungen/Vertreibungen nach dem 1. Weltkrieg in der Türkei und in Griechenland, die auch in der Gegenwart das Verhältnis beider Länder belastet.

- Die Umsiedlung der Baltendeutschen 1939-41 und die Vertreibung der Polen aus dem "Warthegau". Dies ist in Deutschland wenig bekannt.

- Im Unterschied zur Flucht und Vertreibung von Deutsch im und nach dem 2. Weltkrieg. Ethnische Säuberungen im ehemaligen Jugoslawien.

Jeder dieser Vorgänge hat seine spezifischen Ursachen, die nicht über einen Kamm zu scheren sind. Auch auf sie möchte der Vortrag eingehen. Reflexionen über die Frage: gibt es eine europäische Identität?

Prof. Dr. Dr. Manfred Hanisch, Historisches Seminat, Geschichte und Didaktik I